Flexibilitätswende – Einbindung industrieller Energiesysteme in regionale Strommärkte zur Stabilisierung des Stromnetzes

Ansprechpartner

Nolzen, Niklas © Urheberrecht: Lehrstuhl fuer Technische Thermodynamik der RWTH Aachen

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Niklas Nolzen

Energiesystemtechnik

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Hintergrund

Um die Ziele der Energiewende zu erreichen, forciert die Bundesregierung insbesondere den Ausbau erneuerbarer Energien. Durch die damit einhergehende fluktuierende Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien wird viel Strom ungeregelt und ohne gute Vorhersagbarkeit in das Stromnetz eingespeist. Da Strom aus erneuerbaren Energien Vorrang bei der Einspeisung in das Stromnetz hat, sinkt die Wirtschaftlichkeit von Großkraftwerken und diese werden teilweise von den Betreibern stillgelegt. Großkraftwerke erbringen jedoch im heutigen Stromnetz einen wichtigen Beitrag zur Systemstabilität und Versorgungssicherheit. Zusätzlich führt die teilweise starke räumliche Trennung von regenerativer Stromerzeugung und Stromverbrauch, beispielsweise beim Windstrom, zu weiteren Herausforderungen für das Übertragungsnetz.

Um das Stromnetz in Deutschland derzeit stabil zu halten, muss bereits immer mehr in die Stromerzeugung eingegriffen werden. Im liberalisierten Strommarkt werden effiziente Marktmechanismen zur Bewahrung der Netzstabilität benötigt. Die heutige Struktur der zentralen Strom- und Regelmärkte ist dahingehend zu hinterfragen, ob zentrale Märkte für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende ein Hindernis darstellen. Daher werden im Rahmen des Projekts Flexibilitätswende regionale Strommärkte sowie deren Einfluss auf die Bereitstellung von Flexibilität durch die Marktteilnehmer untersucht.

 

Projektziel

Bereitstellung von Flexibilität in regionalen Strommärkten Urheberrecht: Lehrstuhl für Technische Thermodynamik Im Projekt Flexibilitätswende werden regionale Strommärkte entwickelt, so dass Marktanreize für industrielle Energiesysteme geschaffen werden, um Flexibilität bereitzustellen.

Das Gesamtziel des Projekts Flexibilitätswende ist es, Methoden zu entwickeln, mit deren Hilfe regionale Strommärkte entwickelt, modelliert und bewertet werden können. Zur Erreichung des Ziels werden neue mathematische Optimierungsmodelle erarbeitet und analysiert sowie neue Algorithmen zur Lösung der Optimierungsprobleme entwickelt, implementiert und anhand von Testdaten bewertet. Als Anwendungsbeispiel dient hier die Flexibilisierung eines industriellen Energiesystems in regionalen Strommärkten.

 
 

Förderer: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

BMWi Urheberrecht: BMWi
 

Projektdetails

Projektdauer

31.10.2022

Projektpartner

  • GFaI
  • Currenta
  • BET
  • Lehr- und Forschungsgebiet Diskrete Optimierung (LFDO)